Jakob van Hoddis: Weltende

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken

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Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

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Dietrich Bonhoeffer

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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Garry Kasparov

Wenn Du nicht kämpfst, um anderen etwas zu beweisen, sondern nur für Dich selbst, dann bist du fast unbesiegbar.
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Else Lasker-Schüler: Nur Dich (an Gottfried Benn, Auszug)

Immer muß ich wie der Sturm will / bin ein Meer ohne Strand.

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Theodor Storm

Aus eigenem Herzen geboren,
nie besessen und dennoch verloren.

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