August Stramm – Feuertaufe

Dichter: August Stramm
Gedicht: Feuertaufe
Entstehungsjahr: 1914/15
Gedichtband: Tropfblut
Vertonung: Leitmotivation

Der Körper schrumpft den weiten Rock
Der Kopf verkriecht die Beine
Erschrecken
Würgt die Flinte
Ängste
Knattern
Knattern schrillen
Knattern hieben
Knattern stolpern
Knattern
Übertaumeln
Gelle
Wut.
Der Blick
Spitzt
Zisch
Die Hände spannen Klaren.
Das Trotzen ladet.
Wollen äugt
Und
Stahler Blick
Schnellt
Streck
Das
Schicksal.

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3 Gedanken zu „August Stramm – Feuertaufe

  1. bmh sagt:

    Das Gedicht tut weh.

    Könnte es sein, dass es statt „gelle Wut“ grelle Wut heißt ?

    • Danke für Deinen Kommentar. Ich habe nochmal nachgesehen, es ist tatsächlich „gelle Wut“, eine von Stramms vielen Neuschöpfungen. Irgendwo habe ich gelesen, dass sein Verleger sich immer vergewissern musste, dass es sich nicht um Ausdrucks- oder Schreibfehler Stramms handelte.

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