Alleinsein

Ich stehe vor der Tür und lausche ins Nichts. Ich warte auf eine Stimme oder Schritte. Doch es bleibt still. Vielleicht war mein Klopfen zu leise. Ich überlege, wie lange ich noch warten soll. Noch einen Moment, denke ich. Wieder lausche ich und wieder bleibt es still. Ich forme meine Hand zu einer Faust und warte weiter. Langsam hebe ich meinen Arm, den Kopf gesenkt, und setze meine schwache Faust vorsichtig an die Tür. Und wieder Lauschen und Stille. Dann schlägt meine Faust gegen die Tür: eins, zwei, drei, vier, fünfmal, viel zu laut! Erschrocken ziehe ich meine Faust zurück und blicke sie an. Als würde ich eine Waffe wegwerfen löse ich meine Finger und setzte die flache Hand an mein Bein. Ich lausche und höre ein Klopfen. Es ist das Schlagen meines eigenen Herzens.

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